Glauben alle Religionen an denselben Gott?

Religionen und Gott

Viele Religionen – eine Wahrheit?!

Glauben alle Religionen an denselben Gott? Warum oder warum nicht? Die Frage, ob alle Religionen an denselben Gott glauben ist nicht nur eine sehr spannende und wichtige Frage, sondern sie ist ebenso brandaktuell und viel diskutiert worden in der Vergangenheit. Wirft man einen Blick in die Geschichte so kann man erkennen, dass Schriftsteller, Theologen und Denker dieser Frage immer wieder nachgegangen sind. Das berühmteste Beispiel dürfte wohl „Nathan der Weise“ in der Ringparabel von Gotthold Ephraim Lessing aus dem Jahr 1779 sein. Mir ist  sehr wohl bewusst, dass es zu dieser Parabel verschiedene Interpretationen und Auslegungen gibt. Dennoch findet man einen Kerngedanken immer wieder: alle drei Religionen beten denselben Gott an bzw. gehen auf denselben Gott zurück.

Ein kontroverses Thema

Auch gegenwärtig ist die Frage, ob alle Religionen an denselben Gott glauben ein „heißes Eisen“. Es gibt unterschiedliche Meinungen und Denkansätze zu dieser Fragestellung. Diejenigen, welche die Fragestellung bejahen, finden es meistens zu tiefst intolerant, eine Religion als die einzig wahre und richtige Religion zu bezeichnen und sind deshalb darum bemüht, dass es im Bereich der Religion (vielleicht auch in anderen Lebensbereichen) keine absolute Wahrheit gibt und deshalb keine Glaubensrichtung allein die einzig wahre sein kann. Auch sind diese Vertreter oft darum bemüht, Harmonie, Frieden und Einigkeit zwischen den Religionen – v.a. zwischen den drei Monotheistischen Religionen – zu schaffen und gemeinsame Aktionen ins Leben zu rufen. So gibt es seit einigen Jahren vermehrt das sog. Interreligiöse Gebet, wobei dort Vertreter des Christentums, des Judentums und des Islams gemeinsam sich versammeln und beten. Auch wenn bei diesen Gebeten jeder zu „seinem“ Gott betet, so herrscht dort die Auffassung, dass letztendlich jeder der Anwesenden zum selben Gott betet.

Toleranz

Intoleranz

Ablehnung anderer Religionen wird als intolerant abgestempelt

Die andere herrschende Meinung zu dieser Thematik ist die, dass nicht alle Religionen an denselben Gott glauben. Dies hat zur Konsequenz, dass der eigene Glaube oft als der einzig wahre Glaube betrachtet wird, dass alle anderen Religionen als falsch zu betrachten sind und dass gemeinsame Gebete, Gottesdienste oder ähnliches strikt abgelehnt werden. Diese Haltung vieler Gläubiger wird sehr oft als intolerant, lieblos und rechthaberisch angesehen und gerade in unserer heutigen Gesellschaft deshalb von vielen Menschen abgelehnt.

Doch bevor wir uns der oben genannten Thematik stellen, wollen wir kurz einen Schritt weiterdenken und uns über die Tragweite dieser Fragestellung im Klaren sein.

Was wäre, wenn alle an denselben Gott glauben

Angenommen, aus unseren Überlegungen gelangen wir zum Ergebnis, dass alle Religionen an denselben Gott glauben, dann wäre die logische Konsequenz daraus, dass es keine einzig wahre Religion gibt und somit keine Glaubensgemeinschaft für sich die absolute Wahrheit beanspruchen könnte. Tätigkeitsfelder vieler Religionen, wie z.B. Mission, wären völlig überflüssig, da man keinen Menschen mehr zum wahren, richtigen Glauben hinführen muss, da ja sowieso alle Religionen an denselben Gott glauben. Kein gläubiger Mensch müsste seinen eigenen praktizierenden Glauben hinterfragen bzw. prüfen, weil es ja sowieso keinen falschen Glauben gibt. Folglich müsste man keine Angst haben, was Falsches geglaubt zu haben und nach dem Sterben auf Erden eine böse Überraschung zu erleben. Wir hätten es aber dann auch logischer weise mit einem Gott zu tun, an den wir ja alle glauben, welcher sehr schwer zu definieren und charakterisieren ist, denn Gott würde sich ja schließlich nicht nur unterschiedlich offenbaren ( Bibel, Thora, Koran, Natur, …) sondern er würde auch, je nachdem welche Religion wir betrachten, unterschiedlich sich beschreiben und sich den Menschen zu erkennen geben. Daraus kann man schließen, dass wir zwar alle an denselben Gott glauben, aber kein Mensch könnte wirklich sagen, wie dieser Gott geschaffen ist, welche Eigenschaften und Wesenszüge er besitzt. Folglich würden wir Menschen völlig im Dunkeln tappen wenn wir nach dem Wesen Gottes forschen und fragen.

Was wäre, wenn es doch unterschiedliche Götter sind

Sollten wir jedoch am Ende unserer Überlegungen zu dem Ergebnis kommen, dass die Religionen nicht alle an denselben Gott glauben, so wären zwar die Konsequenzen ganz andere, aber ihre Tragweite wäre nicht geringer. Es würde bedeuten, wenn es tatsächlich nur einen Gott gibt, dass eine oder höchstens ein paar Religionen diesen einzigen Gott verehren und anbeten und alle anderen Glaubensrichtungen an tote Götter glauben. Ausgehend von der Annahme, es gibt nur einen Gott, würde dies dann zur logischen Folge haben, dass sehr viele Menschen den falschen Glauben besitzen und somit diesen einzigen Gott nicht verehren, was ihre Absicht ist. Es würde bedeuten, dass Mission notwendig ist, da man seinen wahren Glauben anderen Menschen mitteilen möchte, damit diese ihre falschen Glaubensüberzeugungen aufgeben und den wahren Glauben annehmen können. Folglich wäre es nicht intolerant, wie es heutzutage immer so schön heißt, wenn man seinen Glauben als richtig und wahr bezeichnet und den Glauben anderer Religionsgemeinschaften als falsch darstellt, da dies nur der Wahrheit und den Tatsachen entsprechen würde. Und es würde bedeuten, dass jeder Mensch seine eigenen Glaubens- und Religionsüberzeugungen hinterfragen sollte, damit er nicht einen toten Gott verehrt und somit nach seinem Tod ein böses Erwachen erlebt.

Ein Gott oder mehrere Götter?

Welcher Gott ist der Richtige?

Welcher Gott ist der Richtige?

Es könnte natürlich auch sein, dass nicht nur ein Gott existiert, sondern mehrere Götter gleichzeitig nebeneinander. Dies würde aber im Bezug auf unsere Fragestellung bedeuten, dass alle Religionen doch nicht denselben Gott anbeten und folglich die Antwort auf diese Frage „Nein“ lauten müsste. Diese Problemstellung allerdings möchte ich an dieser Stelle nicht weiter behandeln; es so nur so viel dazu gesagt, dass diese Vorstellung rein logisch und theologisch sofort zu verwerfen ist.

Nun wollen wir uns der Fragestellung, ob alle Religionen an denselben Gott glauben, zuwenden. Zu unseren Überlegungen wollen wir die drei großen monotheistischen Weltreligionen (Christentum, Judentum und Islam) heranziehen, dann sowohl den Buddhismus als auch den Hinduismus (polytheistische Religion) als Vertreter aus dem südost-asiatischen Bereich betrachten als auch andere Religionsgemeinschaften ( Zeugen Jehovas und Scientology ).Wenn wir uns diese paar wenigen, aber wohl bekanntesten Religionen anschauen, so wird schon sehr schnell klar und deutlich, dass es ein Problem gibt:

Es gibt nämlich Religionsgemeinschaften, wie Scientology, welche überhaupt  nicht vordergründig an einem Gott glauben oder bei welchen der Gottesglaube überhaupt keine große Rolle spielt. Diese Glaubensgemeinschaften haben ganz andere Ziele, Pläne und Vorstellungen vom Leben, vom Tod, vom Sinn des Lebens usw. Doch ein höheres Wesen, Gott, spielt nur bedingt eine Rolle und so wird auch sehr wenig über dieses Gotteswesen gesagt.

Würde man den Atheismus als Religion oder besser als Glaubensgemeinschaft betrachten – denn Atheisten glauben auch an etwas, z.B. an die Nichtexistenz Gottes- so würde hieraus sehr schnell deutlich werden, dass diese Glaubensrichtung nicht auf die Anbetung eines Gottes abzielt, sondern vielmehr den Glauben an einen Gott abstreitet und teilweise vehement bekämpft (siehe der neue Atheismus).

Siddhata Gautama, der Begründer des Buddhismus, glaubte gar nicht an die Existenz eines höheren Wesens oder einer Gottheit. Er sagte, dass jeder von uns in sich ein Stück „Gottheit“ trägt. Welche Ironie des Schicksals, dass gerade er heute von seinen Anhängern als Gott verehrt wird.

Dies soll uns schon reichen um die Problematik zu erkennen. Wenn wir eine Antwort auf die Frage, ob alle Religionen an denselben Gott glauben, wollen, so müssen wir hier verstehen, dass manche Religionen gar nicht an einen Gott oder an ein höheres Wesen glauben.

Dies bedeutet also im Umkehrschluss, dass die Antwort auf unsere Frage schon jetzt mit Nein beantwortet werden kann. Aber wie schaut es dann mit den anderen Weltreligionen aus? Vielleicht glauben zumindest zwei, drei verschiedene Religionen an denselben Gott. Wie verhält es sich mit dem Hinduismus in Bezug zu den drei monotheistischen Weltreligionen?

Der Hinduismus, als klassischer Vertreter des Polytheismus, hat eine unendlich große Anzahl an verschiedenen Gottheiten. Hier sei erwähnt, dass manche Religionsforscher meinen, der Hinduismus sei eine monotheistische Religion und die verschiedenen Götter seien nur verschiedene Facetten und Bilder eines einzigen Gottes. Diese Sicht wird aber überwiegend abgelehnt.

Unsere Frage, welcher wir auf den Grund gehen wollen, impliziert aber, dass es einen Gott gibt und nicht mehrere. Auch ist der Polytheismus ein deutlicher Widerspruch zu den monotheistischen Glaubensgemeinschaften, in welchen explizit die Rede davon ist, dass es nur einen Gott gibt und sonst keine anderen Götter. Somit stellen wir auch hier wieder fest, dass der Polytheismus ein „Nein“ auf unsere Frage verlangt, da es entweder nur ein göttliches Wesen gibt oder mehrere. Die Annahme, es gibt gleichzeitig nur einen Gott und mehrere Götter ist ein Widerspruch in sich selbst.

Die monotheistischen Religionen

Die monotheistischen Weltreligionen

Die monotheistischen Weltreligionen

Als nächstes wollen wir betrachten, wie es sich mit dem Christentum, dem Judentum und dem Islam verhält. Dies ist zugegeben wohl die spannendste Untersuchung mit dem größten Konfliktpotenzial. Seit einigen Jahren gibt es immer mehr Stimmen, welche versuchen, Angehörige dieser drei großen monotheistischen Weltreligionen als Glaubensbrüder zu sehen und deshalb gemeinsame Gottesdienste, Gebete und Glaubensveranstaltungen befürworten und unterstützen. Da Abraham in allen drei Religionen nicht nur ein großer Glaubensvater ist, sondern auch unmittelbar als Stammesvater der Angehörigen aller drei Religionen betrachtet wird, spricht man heute immer wieder im Bezug auf Christen, Juden und Muslime von „Abrahams Kinder“. Folglich liegt es auf der Hand, dass diese Kinder Abrahams alle an denselben Gott glauben und dass daher, zumindest was die drei monotheistischen Religionen betrifft, unsere Frage mit Ja beantworten werden muss. Doch verhält sich dies wirklich so?

Die Suche nach einem identischen Gottesbild

Zunächst einmal wollen wir ein Gedankenexperiment machen. Deshalb bitte ich Sie, den Leser, kurz darüber nachzudenken, was Sie mit dem Wort „Mutter“ verbinden. Welche Eigenschaften, Charakterzüge oder Assoziationen verbinden Sie mit dem Wort „Mutter“? Nun, angenommen, ich würde ebenso wie Sie einige Minuten darüber nachdenken und nun würden wir beide unser „Ergebnisse“ austauschen- was denken Sie, was dabei heraus kommen wird?? Denken Sie, wir beide hätten ein und dieselben Vorstellungen, Gedanken oder denken Sie, dass sich unsere „Ergebnisse“  voneinander abweichen? Ich denke, dass die Ergebnisse absolut nicht identisch sein  sondern teilweise sehr, sehr unterschiedlich ausfallen werden. Woran liegt das? Ich denke, diese Frage ist leicht zu beantworten. Wenn wir das Wort „Mutter“ hören, stellen wir uns vielleicht eine ganz bestimmte Person darunter vor- vielleicht sogar unsere eigene Mutter. Und diese Person beschreiben wir dann mit ihren Eigenschaften, Wesensmerkmalen und Charakterzüge. Dass die „Ergebnisse“ sehr unterschiedlich ausfallen werden, liegt auf der Hand und ist der Tatsache geschuldet, dass jeder von uns an eine andere Person denkt.

Projektieren wir dieses Gedankenexperiment nun auf die verbleibenden drei Religionen. Wenn es nur einen einzigen Gott gibt und wenn die Angehörigen dieser drei Religionen diesen Gott anbeten würden, dann müssten diese drei Religionen auch uns ein identisches Gottesbild aufzeigen, denn nach dem Zeugnis der heiligen Bücher (Bibel, Thora, Koran) offenbarte sich Gott den Menschen und teilte selbst den Menschen mit, wie sein Wesen, seine Art, sein Charakter ist. Folglich müssen wir nur die heiligen Schriften dieser Religionen miteinander vergleichen umso festzustellen, ob es sich um denselben Gott handelt oder nicht.

Islam und Christentum im Vergleich

Zuerst einmal wollen wir kurz das Christentum mit dem Islam diesbezüglich vergleichen. Die Bibel lehrt uns, dass es einen Gott gibt, welcher aber aus drei Personen besteht (Dreieinigkeit). Im Gegensatz dazu zeigt uns der Koran auf, dass Allah kein dreieiniger Gott ist und Jesus nicht sein Sohn, wie es die Bibel lehrt (Sure 4, 171; 6, 100-101; 5, 77-79). In der Bibel wird berichtet, dass Gott Schöpfer des ganzen Universums ist und dass Gott selbst durch Jesus Christus eine Verbindung zu uns Menschen hat. Der Koran lehrt auch, dass Allah Schöpfer der Welt und der Menschen ist, aber dass  er getrennt von seiner Schöpfung lebt. Somit gibt es keine Brücke zwischen Allah und der Welt (Sure 55, 1-78). Als letztes Beispiel möchte ich nennen, dass der Koran eine stellvertretende Erlösung zu erwirken als unmöglich betrachtet (Sure 35, 18). Die Bibel jedoch lehrt uns gerade diese stellvertretende Erlösung, nämlich dass Jesus Christus für unser Schuld am Kreuz bezahlte.

Ich denke, diese drei Beispiele zeigen uns schon sehr deutlich, dass der Koran und die Bibel uns nicht denselben Gott aufzeigen. Es gibt unzählige weitere Beispiele, welche verdeutlichen, dass das Wesen Gottes, seine Eigenschaften und sein Charakter im Koran und in der Bibel sehr unterschiedlich, ja sogar teilweise entgegengesetzt ist. Und weil Gott so unterschiedlich in diesen beiden heiligen Schriften dargestellt wird, kann nur die einzig logische Schlussfolgerung sein, dass Christen und Muslime nicht denselben Gott anbeten.

Somit muss man auch hier feststellen, dass die Antwort auf unsere Frage mit „Nein“ beantwortet werden muss, auch wenn dies heutzutage viele Menschen vehement bestreiten. Beide Religionen stimmen zwar miteinander überein, dass es einen Gott gibt und dass dieser Schöpfer des Universums ist, aber das Wesen Gottes und seine Offenbarungen zu uns Menschen sind so Grund verschieden, dass es unmöglich ist, hier vom selben Gott zu sprechen.

Christentum und Judentum im Vergleich

Als letzten Punkt unserer Überlegungen wollen wir das Gottesbild des Christentums mit dem des Judentums kurz betrachten.

Wir müssen spätestens an dieser Stelle kurz überlegen, was es bedeutet zu „glauben“. Definiert man Glauben so, dass Tatsache(n) nicht geleugnet werden, so glauben wohl viele Menschen dasselbe. Christentum, Islam und Judentum, aber auch viele Menschen, welche keine Angehörigen dieser Religionen sind, glauben z.B. an die Existenz eines Gottes.

Geht man aber einen Schritt weiter und definiert „glauben“ an denselben Gott nun so, nicht nur Tatsachen nicht zu leugnen, sondern auch das Wesen Gottes zu beschreiben, so wird deutlich, dass eben nicht alle Religionen an denselben Gott glauben (siehe oben). Juden allerdings und Christen haben eine  sehr große Überschneidung, was das Wesen Gottes und seine Eigenschaften anbelangt. Dies ist einfach der Tatsache geschuldet, dass das Christentum aus dem Judentum heraus entstand und dass die heilige Schrift der Juden, nämlich die Thora, das alte Testament (AT) der Bibel ist.

Allerdings, so denke ich, spricht die Bibel und die Thora vom selben Gott. Bedeutet dies, dass Juden und Christen denselben Gott anbeten, an denselben Gott glauben?

Um diese Frage zu beantworten müssen wir in unseren Überlegungen noch einen Schritt weitergehen und uns fragen, was es bedeutet, Gott anzubeten, an Gott zu glauben. Die Bibel zeigt uns auf, dass der Glaube an Gott eine persönliche Beziehung zwischen jedem Gläubigen und Gott beinhaltet. Diese Beziehung kann nur durch Jesus Christus geschehen – und hier trennen sich die Wege der Juden und Christen.

Die Juden lehnen  Jesus Christus als Messias ab und versuchen eine Beziehung zu ihrem Gott auf anderem Weg aufzubauen. Da dies aber nach dem Zeugnis der Bibel (= Gottes Wort) nicht geschehen kann, haben zwar die Juden denselben Gott wie die Christen, allerdings glauben sie nicht an diesen (wenn glauben hier eine Beziehung zu Gott beinhaltet).

Das große Dilemma der Juden ist, dass sie an einem Gott glauben aber gleichzeitig seine Göttlichkeit (in der Person Jesus Christus) leugnen. Somit lehnen sie ihren eigenen Gott ab. Und deshalb kommt man auch hier wiederrum zu dem Schluss, dass Christen und Juden nicht denselben Gott anbeten bzw. an denselben Gott glauben (wohlgemerkt dass „glauben“ eine Beziehung zwischen Mensch und Gott beinhaltet).

Fazit

Zurück zu unserer Ausgangsfrage:  Glauben alle Religionen an denselben Gott? Ich denke, dass man diese Frage ganz deutlich mit „NEIN“ beantworten kann/ muss. Leider wird diese Wahrheit in unserer heutigen Zeit immer wieder über Bord geworfen und der Anschein geweckt, dass doch in irgendeiner Art & Weise angeblich alle Religionen, oder zumindest einige, an denselben Gott glauben.

Ich hoffe sehr, dass ich durch diesen kurzen Einblick in diese Thematik die gängige und weitverbreitete Meinung hierzu etwas gerade rücken und ihnen einen anderen Blickwinkel diesbezüglich aufzeigen konnte.

8 Kommentare

  1. by Carandache am 11. Oktober 2014  9:40 Antworten

    Ich denke es gibt nur einen Gott. Und keine Religionen... da Gott die Religionen nicht erschaffen hat.

    • by Gibt es Gott am 13. Oktober 2014  10:50 Antworten

      Es kann tatsächlich nur einen Gott geben, da hast du recht. Wenn es dich interessiert, wie Christen ihren "Unglauben" gegenüber anderen Göttern rechtfertigen, findest du in diesem Artikel gute Anhaltspunkte:

      http://gibt-es-gott.com/wie-rechtfertigen-christen-ihren-atheismus-gegenueber-anderen-goettern

    • by Ave Fenix am 17. Mai 2016  11:04 Antworten

      Es gibt kein Christentum, kein Islam oder kein Judentum als soche. In jeden diesen Religionen gibt es verschiedenen Glaubensrichtungen, (Liberalen, Konservativ, Orthodoxen, Ultra-Orthodoxen, freie Denker usw.
      daher kann man nicht verallgemeinern.

      • by Gibt es Gott am 18. Mai 2016  21:23 Antworten

        Natürlich gibt es innerhalb der Hauptströmungen Christentum, Islam und Judentum noch Verzweigungen, die sich unterscheiden. Eine solche Unterscheidung, welche Glaubensrichtung an welchen Gott glaubt und ob dieser Gott mit einem anderen Gott aus einer anderen Glaubensrichtung vergleichbar ist, wäre in einem Artikel aber nicht mehr übersichtlich darzustellen.

  2. by Johannes Wagner am 17. Dezember 2014  1:52 Antworten

    In beiden Kommentaren ist eigentlich der gesamte Umfang unserer christlichen Herausforderungen perfekt beschrieben. Genau so ist es. Daher ist für mich die ganze Diskussion um multikulturellen Dialog mit allen anderen Religionen ein Holzweg. Denn einen Dialog kann man nur auf gleicher Augenhöhe führen. Wenn aber in islamischen Staaten Menschenrechte und die Demokratie als ganzes und unsere Lebensordnung verteufelt werden, wenn Muslime in der ganzen, auch bei uns, sich auf Allah, Mohammed seinen EINZIGEN Prophet berufen, mit dem Koran (egal welche Übersetzung) der Sunna (ein Karl May ala Mohammed) und vor allem der Scharia für die ganze Welt berufen, dann ist jede Grundlage einen Dialoges eine Farce.

    Denn für uns Christen ist unser Glaube damit verbunden, egal wie man es dreht und wendet, wenn Jesus Christus sagt, Er ist der Weg, die Wahrheit und das Ziel, niemand kommt zum Vater denn durch mich. Oder wenn Jesus sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, wer an mich glaubt, der sieht den Vater und ist gerettet. Oder: Niemand kommt zum Vater denn durch mich. Und viele andere Stellen die wir aus der Bibel kennen und bezeugen. Wenn wir nicht mehr daran glauben können oder wollen, dann hat es keinen Sinn mehr sich weiter damit zu beschäftigen und dann können wir die Bibel selber einstampfen bevor es andere tun. Daher können wir im Dialog, wenn überhaupt, zeugnisgebend, immer wieder nur auf die Worte der Bíbel verweise. Auf was denn sonst? Natürlich wirken wir als Christen, die es so "ernst nehmen" für anderen ungenießbar, als unerträglich fundamental, ewig gestrig, fanatisiert,, engstirnig, ja sogar rassistisch, als Wirrköpfe und psychisch krank, als verführte, aber mindestens als umbarmherzig als Menschen ohne Liebe, eben in der Entwicklung stehen geblieben und haben keine Ahnung wo Gott wohnt und dass Gott die Liebe ist. Alles Worte, die ich persönlich seit mindestens 25 Jahren täglich aus allen Richtungen, aber besonders schmerzlich auch aus den eigenen katholischen Reihen um die Ohren geworfen bekomme.

    Weiche ich des lieben Friedenswillen wegen einmal von meinen Grundsätzen vorsichtig ab, dann ernte ich Kommentare na endlich kapiert er es auch und er meint es ja vielleicht doch nicht ganz so. Fazit, ich habe da nach ein sehr schlechtes Gewissen und erkenne mein Scheitern. Zurückziehen zum Gebet, die Menschen meiden und warten bis einen Gott Vater aus der Welt abruft, oder vorher seinen Sohn als Messias wiederkehren lässt, und noch schnell vorher ein Buch darüber schreiben. Also dass kann es wohl auch nicht wirklich sein, steht zumindest nicht so in den Schriften. Nichts tun und zuschauen wie die Welt weiter tut und sich rasend schnell ohne den überflüssigen Gott sich und alles verändert und zerstört, schafft auch kein ruhiges Gewissen. Mit Priestern, Ordensleuten, Bischöfen und wenn erreichbar, Kardinälen darüber zu reden, oder sie anzuschreiben, da bekommt man nur Unverständnis und beinharten Widerspruch zur Antwort, oder eben meistens gar keine Antwort. Alles Dutzende Male bei katholischen wie evangelische erlebt. Freikirche so wie so, Orthodoxe sehen wieder alles anders als bei uns Katholiken (vor allem in der Liturgie, ebenso die Altkatholiken mit dem lateinischen Ritus. Bleiben noch Ökumenische Gemeinden, da weiß nicht was man dort eigentlich noch sein soll oder darf, ja ich sage wir haben durch den Glaubensfall bedingt, und der seit vielen Jahrzehnten, eine sehr dramatische Lage in Europa und in den USA. Was die freie Ausübung und das Bekennen zur christlichen Lehre anbetrifft. In den anderen Ländern erleben Christen dagegen die schlimmste Verfolgung seit Jesu Zeiten. Jedes Jahr werden in den islamischen Ländern der Welt mehr als 100.000 Christen, also alle fünf Minuten einer wegen seines Glauben umgebracht. Natürlich auch viele Tausend andere. Medien blenden diesen Thema aus, PRESSE und die Politik schweigt ebenso. Weitgehend sogar unsere Verantwortlichen in den Kirchen bis hinauf zum Papst, obwohl sie es alle ganz genau wissen was da läuft. Währenddessen Land auf Land im kleinsten Dorf dem Zauberwort "Dialog" das Wort geredet wird. Denn was die einen Wollen, an dem sind die anderen absolut nicht interessiert, weil sie einen diametralen Standpunkt dazu vertreten, der für sie die Grundlage ihrer Religion ist, zum Unterschied von uns ist das Christentum aber keine Religion, sondern eine Heilslehre. Abgesehen davon, unterscheiden wir uns von einem gänzlichen anderen Gottesbild als alle anderen Weltreligionen.

    Ich bin nach 50 Jahren müde geworden. Statt dass sich die Lage verbessert, ist seit mehr als 40 Jahren haarschaff genau das Gegenteil davon eingetreten. Das Christentum ist auf einen massiven Rückzug in Europa und am amerikanischen Kontinent., Während die Welt munter mit ihren nicht Glauben, oder Alternativen und dem ganzen Bereich in der Esoterik massive Fortschritte erzielt hat, dank der weiter fortschreitenden Säkularisierung und Aufklärung und dem fast tatenlosen Zusehen ihrer Mitglieder.

    Was Tun? Was können und müssen wir lernen anders zu tun als die letzten 50 Jahre? Geht das überhaupt noch? Sind die Menschen auf so Änderung überhaupt noch vorbereitet, daran interessiert=? Will Gott Vater das wir resignieren und nichts mehr tun, also darauf warten bis alles vorbei ist und irgendwann das Jüngste Gericht mit dem Kommen unseres Herren Jesus Christus, seinen einzigen Sohnes für Klarheit und dann wirklich für ALLE sorgen wird? >Ö> LG Johannes

  3. by A. am 21. Oktober 2015  21:55 Antworten

    - Götterwelten -

    Tatsache ist, die 3 abramitischen Religionen stellen keine Einheit dar, was die jeweiligen Schriftzeugnisse (Offenbarungen) klar dokumentieren. Dennoch sind alle Zweige Ausdruck realer Kräfte, welche die Menschen offenkundig seit Jahrhunderten entzweien.

    Wie kann das sein, wenn man eine allmächtige Gottheit voraussetzt,
    die allwissend, wahr und redlich ist ... ?

    Da kann offensichtlich etwas nicht stimmen und genau dieses Problematik sollte Juden, Christen und Muslime nachdenklich stimmen!

    Grüße
    A.

  4. by johannes am 8. Januar 2016  13:37 Antworten

    Der Beitrag ist eine sehr sachlich und vorsichtig tolerant formulierte Gegenüberstellung zu dieser Hauptfrage und als Einstieg für weitere und tiefer gehende Vergleiche, daher als Erstinformation sehr gut geeignet.

    Ich kann auch meinen Namensvetter (Johannes) im oberen Kommentarbreich nur bestens verstehen:

    .................................................................................................................

    "Natürlich wirken wir als Christen, die es so "ernst nehmen" für anderen ungenießbar, als unerträglich fundamental, ewig gestrig, fanatisiert,, engstirnig, ja sogar rassistisch, als Wirrköpfe und psychisch krank, als verführte, aber mindestens als umbarmherzig als Menschen ohne Liebe, eben in der Entwicklung stehen geblieben und haben keine Ahnung wo Gott wohnt und dass Gott die Liebe ist. Alles Worte, die ich persönlich seit mindestens 25 Jahren täglich aus allen Richtungen, aber besonders schmerzlich auch aus den eigenen katholischen Reihen um die Ohren geworfen bekomme.

    Weiche ich des lieben Friedenswillen wegen einmal von meinen Grundsätzen vorsichtig ab, dann ernte ich Kommentare na endlich kapiert er es auch und er meint es ja vielleicht doch nicht ganz so. Fazit, ich habe da nach ein sehr schlechtes Gewissen und erkenne mein Scheitern.

    Ich bin nach 50 Jahren müde geworden. Statt dass sich die Lage verbessert, ist seit mehr als 40 Jahren haarschaff genau das Gegenteil davon eingetreten.

    Was tun?....Will Gott Vater das wir resignieren und nichts mehr tun, also darauf warten bis alles vorbei ist......?

    ............................................................................................................

    Ich kann diese Resignation vollends nachvollziehen, obwohl mir erst seit knapp 3 Jahren, ganz gleichgeartete Reaktionen, jedoch ebenso ablehnend und bis hin zu aggresiv, ebenso entgegen schlagen. Und ja, auch ich hatte schon mehrfach den Gedanken aufzugeben und die "Lemminge", einfach nur laufen zu lassen. Aber wäre dies wirklich die richtige und eines Christen angemessene und überdies von Gott auch so gewollte Entscheidung?

    So oft ich mir diese Frage bisher schon gestellt habe, die Antwort darauf, war letztlich immer wieder ein eindeutiges "Nein" !

    Ich kann nicht sagen, ob ich nach 50 Jahren Aufklärungsversuch, noch immer zu demselben Ergebnis gelangen würde, aber noch gebe ich nicht auf und nehme diesen Staffelstab weiterhin gern auf....bis ich auch das letzte und in meiner Macht stehende, versucht und getan habe. Ich weiß nur nicht, ob die Zeit hierfür auch noch ausreichen wird, so sehr und in rasender Geschwindigkeit, spitzt sich derzeit alles zu.

    Was den Vergleich von Gottes Wort, (der Bibel), gegenüber "allen" existentierenden Religionen angeht.....und ohne Jemandem weh tun zu wollen, muss ich hierbei leider auch alle großen christlichen Religionen mit einbeziehen, welche mit dem Bibelwort, heute kaum mehr in Konformität stehen bzw. verblieben sind.....haben sich die Vorträge von zwei Bibelforschern auf Lebenszeit (als ihre Lebensaufgabe), namens Roger Liebi und Prof. Werner Gitt (zahlreiche Vorträge auch auf youtube zu finden), als ein sehr effektives Wissenspotential herausgestellt.

    Ob es nun einzelthematische Gegenüberstellungen der Bibel mit dem Islam, dem Buddhismus, Hinduismus, der Naturreligionen, dem Schamanismus usw.....als auch mit der Esotherik, dem Okkultismus, der Wissenschaft und noch vielen anderen Bereichen mehr betrifft, konnte ich von ihrem bisherigen Lebenswerk und angesammeltem großen Wissensspeicher, bisher unglaublich profitieren, gerade auch, wenn es um eindeutige und schwer zu widerlegende Argumente an Fragenede in Sachen Bibelverständnis geht, so sie denn überhaupt erst einmal fragen....?

    Die beiden haben mir, obwohl ich mich selbst fast sieben Jahre, in allen nur erdenklichen Religionen und esotherischen teils gar okkulten Bereichen und zumeist stets sehr hilflos suchend herumgetrieben habe.....mit ihren so umfangreichen Erkenntnissen, ganz sicher schon ein paar weitere Jahre an Eigenrecherche diesbezüglicher Thematik, ersparen können !

    Und hierfür bin ich auch unglaublich dankbar.....und denke, da Gott mich nun schon einmal ganz direkt in diese Richtung gelenkt und geführt hat, möchte er wohl auch, dass ich mit diesem "Schatz" nun auch etwas anfange und ihn nicht nur für mich allein behalte? :-)

    Und so setze ich seitdem verstärkt und eher, auf eine liebevolle Weitergabe dieses Wissens und so sachlich-rational angehend, wie es mir nur möglich ist.

    Selbst wenn diese mehr als nur und rein schon logisch überzeugenden Argumente, dass es wahrhaft nur diesen einen Weg und nur durch Jesus Christus gibt, am Ende auch nur zwei-drei Menschen dazu bewegen kann, dies zu überdenken und letztlich auch ihre Errettung durch sein großes Opfer anzunehmen, war es schon nicht vergebens, selbst wenn ich davon eigens niemals erfahren werde......Gott weiß es und jede einzelne erlöste Seele, wird ihn zu großer Freude gereichen.

    liebe Grüße johannes

  5. by nicht wichtig am 18. März 2016  11:59 Antworten

    Es gibt nur einen Gott und wir töten ihn Leuten macht die Augen auf unser plant die Erde ist der einzig wahre Gott
    er gibt essen trinken schützt und Geborgenheit Wärme Licht und Dunkelheit doch niemanden scheint das auf zu fallen
    Alle sind nur noch auf das schnelle Geld aus und denkt nicht ein Stückchen an andere oder den Planeten ich freue mich auf
    den Untergang den wir haben es nicht besser verdient und unsere Existenz Berechtigung verspielt den unsere Erde stirbt und
    wir sind alle schuld eine Fehlinterpretationen eines Gebotes und schon haben wir einen neuen glaube so viel zum Thema
    Liebe deinen netten und wir haben Rasen Trennung etniche Säuberung und Völkermord ist das netten liebe? und ich kann noch so
    weiter machen ader denkt mal drüber nach

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