Wenn es Gott gibt, warum sterben dann unschuldige Kinder?

Kind in ArmutsverhältnissenGerade in Zeiten der Not, des Leides, der Traurigkeit oder bei schweren Schicksalsschlägen hören wir immer wieder Menschen eine Frage stellen: Wie konnte Gott das zulassen? Auch die Frage, weshalb ein allmächtiger Gott diese Katastrophen oder jene Nöte nicht verhindert hat, wird in solchen Stunden immer wieder gehört.

Und so denke ich, dass unsere Frage („Wenn es Gott gibt, warum sterben dann unschuldige Kinder?“) nicht weniger brisant und aktuell ist. Wie kann es Gott zulassen, wenn es ihn gibt, dass z.B. in Afrika und Asien jeden Tag mehrere tausende von Kinder an Hunger, Krankheit und Krieg sterben? Hat dieser Gott kein Mitleid? Oder ist er nicht barmherzig?

Ich möchte die oben genannte Frage auf zwei verschieden Aspekte hin betrachten:

  1. Kann es Gott überhaupt geben bei all dem Elend/ Leid (z.B. Tod von unschuldigen Kindern)?
  2. Wenn Gott existiert, warum verhindert er nicht all diese schrecklichen Dinge/ Katastrophen – v.a. den Tod von unschuldigen Kindern?

Kann es Gott überhaupt geben bei all dem Leid?

Zu 1.) Man könnte annehmen, dass bei all dem Leid und bei all dem Bösen, was um uns herum jeden Tag passiert, kann kein Gott existieren. Dieser müsste doch eingreifen und doch nicht einfach so über all das Elend hinwegsehen kann. Wenn unschuldige Kinder sterben, würde doch sicherlich auch ein Gott innerlich berührt werden und würde doch zumindest dann solche schlimmen Schicksalsschläge verhindern. Da dies aber offensichtlich nicht der Fall ist, kann kein Gott existieren.

Wenn das Böse auf dieser Welt vorhanden ist, dann existiert auch das Gute.
 Hierbei begeht man einen entscheidenden Denkfehler: Wenn das Böse auf dieser Welt vorhanden ist (z.B. der Tod von unschuldigen Kindern), dann existiert auch das Gute. Um das Böse vom Guten unterscheiden zu können, benötigen wir einen Maßstab – ein absolutes Gesetz. Und ein solches universelles Gesetz kann nur von einem Gesetzgeber (=Gott) kommen. Ich möchte an dieser Stelle diesen Gedankengang nicht näher beleuchten. Es sei nur soweit gesagt, dass ein Gott existieren muss, damit wir Menschen überhaupt objektiv und universell zwischen Gut und Böse unterscheiden können.

Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass die oben erwähnte Annahme, es existiere kein Gott wg. all dem Bösen, nicht stimmen kann und daher falsch ist. Vielmehr muss ein Gott existieren, damit wir überhaupt das Gute von dem Bösen trennen können.

Wie kann Gott solches Leid zulassen?

Vielmehr muss ein Gott existieren, damit wir überhaupt das Gute von dem Bösen trennen können.
 Zu 2.) Da wir nun wissen, dass ein Gott existieren muss, um das Gute vom Bösen unterscheiden zu können, wollen wir uns der Thematik zuwenden, wie denn ein solcher Gott das Leid zulassen kann. Wir wollen v.a. untersuchen, warum denn ein Gott den Tod von unschuldigen Kindern nicht verhindert und ob denn ein solcher Gott überhaupt barmherzig und voller Liebe sein kann.

Kindern sind für die meisten Eltern sehr kostbar und wundervoll. Mitzuerleben, wie die eigenen Kinder heranwachsen, das Laufen lernen, zur Schule gehen und besten Falls danach die erste Arbeitsstelle finden, ist wohl etwas sehr spannendes und aufregendes für die meisten Eltern. Obwohl Kindern i.d.R. viel Zeit und Kraft in Anspruch nehmen, möchten viele Eltern diese Zeit in ihrem Leben nicht missen. Umso tragischer, wenn dann plötzlich der eigene Sohn oder die eigene Tochter in jungen Jahren ums Leben kommt. Eltern, welche leider solch eine Situation aus ihrem persönlichen Leben kennen, wissen wohl viel besser als ich, was dies für die Eltern, Freunde und Verwandten bedeutet. Was für ein Schmerz und welch ein Leid sich damit verbindet, ist als außenstehende Person wohl nur sehr schwer nachzuvollziehen. Umso schwieriger ist es zu verstehen, dass ein allmächtiger Gott ein solch schlimmes Schicksal nicht verhindert hat.

Ein Erklärungsansatz

Gott selbst hat das Böse nicht erschaffen und auch nicht gewollt.
 Im Folgenden möchte ich versuchen, diese Problematik etwas zu beleuchten und verschiedene Erklärungsansätze zu geben. Zu allererst sei genannt, dass Gott selbst das Böse nicht erschaffen und gewollt hat und dass solche Ereignisse, wie der Tod von unschuldigen Kindern, nicht Gottes Wille ist. Doch wir Menschen waren Gott ungehorsam (Sündenfall), wollten unser eigener Herr sein und nicht auf Gottes Rat hören. Durch uns Menschen kam die Sünde in diese Welt. Durch uns Menschen wurde es erst möglich, dass solche schrecklichen Momente überhaupt erst existieren konnten. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass wir Menschen im Grunde genommen selbstverantwortlich und auch selbst schuldig für den Tod von unschuldigen Menschen sind. Doch könnte Gott dennoch dies nicht verhindern? Könnte ein allmächtiger Gott nicht eingreifen? Sicherlich könnte er dies und ich bin mir sicher, dass Gott sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart und Zukunft viel Leid und Not verhindert hat bzw. verhindert. Doch wir müssen uns auch immer wieder vor Augen führen, dass Gott kein „Lückenbüßer“ für unsere Schuld und unser Versagen ist.

Unsere Verantwortung

Gott hat uns Menschen Verantwortung gegeben.
Gott hat uns Menschen Verantwortung gegeben. So sind z.B. die Eltern verantwortlich für ihre Kinder oder wir Menschen sind verantwortlich, unsere Erde gut zu pflegen und diese nicht auszubeuten. Wenn Menschen diese Verantwortung, weshalb auch immer, nicht wahrnehmen und zudem egoistisch und rücksichtslos sich verhalten, kann es leicht passieren, dass unschuldige Menschen (z.B. bei einem Verkehrsunfall) dabei in Mitleidenschaft gezogen werden. Wenn Eltern heutzutage ihre Kinder verhungern lassen, zu Tode schlagen oder bei religiösen Ritualen opfern, ist es doch offensichtlich, dass wir Menschen – hier speziell die Eltern der Kinder- für den Tod von diesen unschuldigen Kindern verantwortlich sind. Wir Menschen sind in solchen Fällen für solche schreckliche Geschehnisse ganz allein verantwortlich.

Gott ist kein „Lückenbüßer“.
Gott ist kein „Lückenbüßer“, welcher immer dann eingreift, wenn unschuldige Menschen zu Tode kommen oder um noch schlimmeres zu verhindern. Der Gott der Bibel sagt, dass er uns gerne hilft und uns zur Seite steht. Doch wenn wir Menschen ein Leben ohne seine Hilfe und ohne seine Ratschläge leben wollen, so müssen wir auch die Konsequenzen davon tragen. Ich bin überzeugt, dass Gott nicht schadenfroh ist oder lachend auf unser Elend hinab blickt, sondern dass er bewusst das Resultat unserer Entscheidung(en) nicht verhindert, so dass wir Menschen merken und verstehen, dass wir nicht in der Lage sind, ein friedvolles und glückliches Leben ohne seine Hilfe und seine Weisheit führen zu können. Doch leider denken wir Menschen heutzutage immer noch, dass wir ohne Gott leben können und dass wir aus eigener Hand all dem Bösen und Schlimmen ein Ende setzen können und merken doch dabei nicht, dass wir selbst oft das Böse in uns haben und der Grund für viel Leid und Elend selbst sind.

Hilflosigkeit von Kindern in Naturkatastrophen

Wir müssen also anerkennen, dass wir selbst oft für den Tod von unschuldigen Kindern verantwortlich sind und dass es nicht dem Wesen Gottes entsprechen würde, wenn dieser ständig eingreift um das Leben der Kinder zu bewahren.

Doch was ist, wenn Kinder durch Naturkatastrophen oder ähnliches tödlich verunglücken? Könnte nicht zumindest dort Gott eingreifen? Auch hier wieder die gleiche Antwort. Sicherlich könnte Gott eingreifen und hat dies schon zu genüge in der Vergangenheit getan und wird dies auch weiterhin tun. Nur sollte Gott bei jeder Naturkatastrophe alle Kinder vor dem Tod schützen? Hierzu einige Anmerkungen. Zunächst einmal sollten wir uns wieder vor Augen führen, wie bereits oben erwähnt, dass wir Menschen die Sünde und damit all das Böse und Schlechte in diese Welt brachten (die Naturkatastrophen sind ein Resultat des Ungehorsams der Menschen gegenüber Gott). Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass im Grund genommen auch wir Menschen für die Naturkatastrophen verantwortlich sind, weil diese erst durch unsere Sünde entstehen konnten.

Leben aus Gottes Perspektive

Gott wägt nicht zwischen Leben ab.
Des Weiteren sollten wir auch immer wieder bedenken, dass in Gottes Augen jedes menschliche Leben gleich viel wert ist. Weshalb sollte dann Gott aus Mitleid und Barmherzigkeit das Leben der Kinder bei einer Katastrophe bewahren, aber gleichzeitig nicht den Tod von mehreren Rentnern verhindern? Gott wägt nicht zwischen Leben ab. Egal ob Jung oder Alt – jedes Leben ist in Gottes Augen wertvoll und heilig. Also müsste Gott folgerichtig jedes Leben bei Naturkatastrophen vor dem Tod bewahren – dies wäre meiner Ansicht nach wieder nicht nach dem Wesen Gottes, denn wie bereits oben angemerkt, tragen wir Menschen Verantwortung, auch bzgl. der Konsequenzen unseres Tun & Handelns.

Somit tragen wir Verantwortung bei Katastrophen, da diese erst durch den Fall des Menschen möglich wurden. Außerdem zeigt jedes Unglück und jede Naturkatastrophe (bei dem unschuldige Kinder sterben), dass wir in einer Welt voller Leid und Übel sind. Diese Welt hat Gott nicht geschaffen und es war nicht sein Plan, dass wir Menschen in solch einer Welt leben müssen. Daher sollten wir uns auch immer wieder vor Augen führen, dass das Ergebnis von einem Leben ohne Gott viel Leid, Not und Schmerz ist. Auch wenn z.B. Kinder bei oder kurz nach der Geburt sterben, zeigt es uns, dass alles in der Welt nicht mehr so ist, wie Gott es sich vorgestellt, geplant und gewünscht hat. Der ursprüngliche Zustand der Menschheit ging verloren und wir sehen selbst bei der Todgeburt eines Menschen die Auswirkungen der Sünde. Ich denke, dass jedes unschuldige Kind, welches stirbt, uns daran erinnern soll, dass unsere Entscheidung als Menschen, ein Leben ohne Gott zu führen, selbst ein kleines Kind zu spüren bekommt.

Trost und Hoffnung in Leid

Gott hat einen Plan für unser Leben.
 Als letzten Punkt meiner Gedanken möchte ich anführen, dass gerade bei dem Tod von unschuldigen Kindern inmitten der Schmerzen und des Leids viel Trost und Hoffnung liegt. Ich möchte nicht sagen, dass Gott bewusst Kinder sterben lässt, damit wir Trost und Hoffnung erfahren- aber ich möchte klarstellen, dass Gott diese schreckliche Situation hernimmt, um sich darin zu verherrlichen, so dass wir selbst in dem größten Elend die Größe Gottes und seinen Trost/ seine Hoffnung sehen. Für uns Menschen ist gerade der Tod von Kindern sehr schlimm, da sie ja noch das ganze Leben vor sich haben und durch deren Tod ihre Lebenszeit auf Erden vorbei ist. Doch Gott hat auf diese Sache einen ganz anderen Blickwinkel. In Gottes Augen kommt es nicht darauf an, wie lange wir auf Erden gelebt haben, ob wir das erreicht haben, was wir wollten und ob wir glücklich sind oder nicht. Gott hat einen Plan für unser Leben.

Er will unserem Leben einen Sinn geben und dieser besteht darin, mit Gott in einer Beziehung zu leben, ein Leben zur Ehre Gottes zu leben.
Er will unserem Leben einen Sinn geben und dieser besteht darin, mit Gott in einer Beziehung zu leben, ein Leben zur Ehre Gottes zu leben. Wenn wir das nicht tun, so ist unser Leben in Gottes Augen sinnlos und hierbei spielt es absolut gar keine Rolle, ob wir 14, 35 oder 78 Jahre lang auf Erden gelebt haben. Ein Leben ohne Gott ist sinnlos und endet demnach für jeden nach seinem Tod in der ewigen Hölle. Aus diesem Blickwinkel betrachtet kann es also sehr wohl möglich sein, dass, obwohl ein Kind im Teenageralter oder jünger stirbt, dessen Leben nicht sinnlos war, weil dieses Kind eine persönliche Beziehung zu Gott hatte und deshalb nach seinem Tod nicht in der Hölle sein wird, sondern alle Zeit bei Gott im Himmel. Nun will ich an dieser Stelle nicht sagen, dass alle Kinder, welche sterben, in den Himmel kommen (dies ist eine andere Thematik), aber wir wissen durch Gottes Wort, dass er ein liebvoller, gnädiger, barmherziger und gerechter Gott ist und dürfen deshalb darauf vertrauen, dass er auch Kinder den Weg in den Himmel bereitet. Mag für uns als Menschen der Tod von unschuldigen Kindern immer sehr schmerzhaft sein, so ist es dennoch ein großer Trost, wenn wir wissen, dass diese für alle Zeiten bei dem ewigen Gott zu Hause sind, wo weder Tod noch Schmerz noch Qual noch Leid sein werden. So ist es doch ein großer Trost zu wissen, dass ein Kind das Leben auf Erden verloren aber die Ewigkeit bei Gott gewonnen hat.

4 Kommentare

  1. Pingback : Warum lässt Gott das Böse und das Unrecht zu?

  2. by Hayat am 5. Juli 2015  23:17 Antworten

    Das Leben ist kein Ponyhof....Nicht alles sollte perfekt ablaufen.Gott lässt es zu damit wir uns verteidigen könnenund vieles aus dem Leben lernen können.Die reichen sollten zum Beispiel die armen Menschen helfen und andersrum.Wir befinden uns in einem Test und diesen Test müssen wir bestehen damit wir am Ende etwas erreichen können und das leben uns nicht sinnlos vorkommen sollte.

  3. by Gast am 28. Mai 2016  7:59 Antworten

    Nunja, unschuldig ist ja in Wirklichkeit niemand, jedoch errettet durch Gottes Gnade.
    Es gibt Menschen die Gott nicht gehorchen wollen, darin liegt das Problem.

  4. by Rieke am 17. August 2016  8:57 Antworten

    Hallo,
    das Böse ist vom Satan.Es heißt doch schon in der Offenbahrung
    Es werden sehr harte Zeiten kommen,
    blutige Zeiten.
    die Menschen werden schlimmer,das Herz wird erkalten ,dies alles wird passieren bevor
    JESUS zurück kommt.
    .Auch im Buch Mormon sind die Kriege schon aufgeführt.Die Städte sind aufgezählt wo sich der Krieg ausbreiten wird.

    Gott beschützt alle Menschen die schlimmes erlebt haben da zeigt er ganz besonders seine Liebe.
    Luzifer,Adrian,so heißt ja der dunkle Engel von Gott Satan,er wird nicht siegen.
    JESUS wird alles besiegen und Gott beobachtet uns noch .

    Möge Jesus und Gott alle Menschen beschützen.Die Gedanken der Islamisten verändern,das sie sehen sie tuen Unrecht.
    Möge Gott auch die Tierquälerei beenden und möge Gott auch PAS-der Eltern.KInd -Entfremdung .ein Ende setzen.
    Möge Gott Familienrichter so ausbilden das sie in ihrem Studium das familiäre Denken erlernen.und auch Gutachten machen müssen um so die gute Lösung für das Kind und die Eltern zu finden.Bitte sei bei den Eltern und Vätern und vor allem bei den Kindern wenn sie ihr Leben beenden wollen durch die Ungerechtigkeit des Staates.Bitte lieber Gott verändere die Gesetze,
    Das der Verfahrensbeistand eine richtige Ausbildung machen muß,das dadurch die Kinder gestärkt werden und ihre Selbstmordgedanken nicht aufkommen.
    Bitte verändere das Studium der Richter,das sie als Familienrichter die praktischen Wege lernen.
    Du bist der Herr dieser Erde hilf uns allen.
    Danke wir brauchen Dich.

    Mögen alle unschuldigen Lebewesen es gut bei Gott und Jesus im Himmel haben.
    Gott und Jesus sind groß.

    Bitte lieber Gott verändere die bösen Herzen.
    Laß Kriege beenden.hilf den Menschen in ihrer Not,sei für sie da.
    Schenke den Kindern Friede.
    Danke AMEN

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